Fatima Brandt

Gesprächskreis zu gesundheitlichen Themen: 13. Mai 2013

 Homöopathische Notfallapotheke

 

Referentin: Fatima Brandt; Heilpraktikerin

Inhalt


1.) Selbsthilfe durch Homöopathie


2.) Dosierung und Art der Anwendung


3.) Grenzen der Selbstbehandlung


4.) Homöopathische Arzneimittel

· Schreck- und Schockfolgen

· Verletzungen, Wunden, Blutungen
· Knochenbrüche, Gehirnerschütterung
· Zerrung, Verstauchung, Prellung
· Insektenstiche, Zeckenbisse, Quallen
· Sonnenbrand, Verbrennungen

 

1.) Selbsthilfe durch Homöopathie


· Das Ähnlichkeitsgesetz nach Dr. Samuel Hahnemann
besagt, dass das homöopathische Mittel dem Patienten und
seiner Symptomatik ähnlich sein soll.


· Dafür ist eine genaue Symptombeobachtung und –
beschreibung wichtig (seit wann, was genau, wo/ wie ist der
Schmerz, was ist besser/ schlechter).


· Setzen Sie bitte nicht die vom Arzt/ Kinderarzt verordneten
Medikamente ab, ohne vorher mit ihm gesprochen zu
haben. Sie können Ihrem Kind jedoch alle in diesem Skript
genannten homöopathischen Mittel in den entsprechenden
Potenzen zusätzlich verabreichen. Wechselwirkungen
brauchen Sie nicht zu befürchten. Vielmehr können Sie
damit die Nebenwirkungen der allopathischen Medikamente
reduzieren und in aller Regel der akute Krankheitsverlauf
abgekürzt werden.

 

2.) Dosierung und Art der Anwendung


· Versuchen Sie stets, das richtige Mittel auszuwählen; im
Einzelfall können Sie auch einmal zwei Mittel kombinieren.
· Es gibt zwei unterschiedlichen Dosierungsvorschriften:


1.) im Akutfall:

alle 5-10 Minuten 1 – 3 Globuli C30 bis zur
Besserung, die nach spätestens 30 Minuten eingetreten sein
sollte


2.) zur Aus-/ Abheilung:

1 – 3 mal täglich 1 – 3 Globuli C30
· Stillen Sie Ihr erkranktes Kind noch, dann können sie das
Mittel vor dem Stillen auf die Brustwarze legen oder
auftragen. Sie können das Mittel aber auch selber
einnehmen und Ihr Kind bekommt es über die Milch.


3.) Grenzen der Selbstbehandlung


· Behandeln Sie nur akute Erkrankungen. Bessern sich die
Beschwerden nach homöopathischer Mittelgabe nicht in
einem angemessenen Zeitraum, suchen Sie einen Arzt/ ein
Krankenhaus auf.
· Je jünger das Kind ist, desto eher sollten Sie grundsätzlich

medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Gerade bei
Säuglingen und Kleinkindern können sich aus vermeintlich
harmlosen Beschwerden lebensbedrohliche Erkrankungen
entwickeln, sofern Erstere nicht erkannt und rechtzeitig
behandelt werden.


4.) Homöopathische Arzneimittel


· Schreck- und Schockfolgen


Aconitum napellus
akute Aufregung, Schreck, Schock; Angstzustände infolge
eines bedrohlich erscheinenden Ereignisses; Kind ist völlig
aus dem Lot; reagiert panisch, große innere Unruhe und
Angst


Arnica montana
unfallbedingte Aufregung, Schreck, Schock; weint vor
Schreck; ist unruhig; möchte allein gelassen und/ oder nicht
angefasst werden, lehnt Hilfe ab
Gelsemium sempervirens
Folgen von Aufregung, Schreck, Schock; wie zur Salzsäule
erstarrt; zittrige Schwäche; weint und jammert; ohne
Energie, wirkt wie betäubt und gelähmtOpium
Folgen von Schreck, Schock, Angst; bewegt sich wie im
Schlaf; Verhaltensaufälligkeiten, Schlafstörungen, auch
Stuhlverhalten möglich

 

Ignatia
akute emotionale Ereignisse, Schreck, Trennungskonfikt; vor
Schreck ist der Hals wie zugeschnürt; Kloßgefühl; zu Tränen
gerührt; seufzt häufig; Lachen und Weinen abwechselnd
· Verletzungen, Wunden, Blutungen

 

Arnica montana
Verletzung wie Schlag, Stoß, Sturz, Quetschung, Blutungen
aller Art, großfächiger Bluterguss, Überanstrengung,
Muskelkater, Blutungen nach operativen Eingrifen

 

Bellis perennis

kleinere Blutergüsse, Hauteinblutungen; wenn verletzte
Haut sich entzündet und nicht abheilt

 

Ledum palustre
Augenverletzung, Biss- und Stichverletzung (Dornen,
Nadeln, Insektenstich), punktförmige in die Haut
eingedrungene Verletzung, Bluterguss im Augenbereich

 

Staphisagria
Schnittwunden (Operation, Messerschnitt, Glasscherben),
Schmerzen mit hoher Berührungsempfindlichkeit an den
Schnittwunden/ Operationswunden; Wunden, die
geklammert/ genäht werden mussten

 

Calendula officinalis
Risswunden, Wunden mit Hautverlust, Schürfwunden;
Wundbereich neigt zu Entzündung und Eiterung;
beschleunigt die Wundheilung und vermeidet Narbenbildung

 

Hypericum
immer dazugeben, wenn nervenreiches Gewebe betrofen
ist; beruhigt die Nerven, lindert die Schmerzen

 

Phosphorus
Nasenbluten, durch körperliche Überanstrengung; häufig
auch grundloses Nasenbluten; kleinste Wunde blutet stark
und lange Zeit; rasch erschöpft

 

· Knochenbrüche, Gehirnerschütterung

 

Symphytum officinale
Knochenbruch, Knochenprellung (auch im Gesichtsbereich);
anhaltende Schmerzen, auch durch Bluterguss; zur
Heilungsanregung nach Knochenbruch

 

Hypericum perfoliatum
Akute Gehirnerschütterung, verletztes Nervengewebe durch
Schlag; Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen,
Benommenheitsgefühl

 

· Zerrung, Verstauchung, Prellung

 

Rhus toxicodendron
Sehnen- und Bänderverletzung; ziehende Schmerzen v.a.
bei Bewegungsbeginn; starke Schwellung; bewährt bei
Sportverletzungen mit Dehnung, Zerrung, Prellung

 

Ruta graveolens
Sehnen-, Bänder-, Knochenverletzung; Knochenprellung;
kann vor Schmerzen nicht gehen, vermeidet jede
Bewegung; bewährt zur Ausheilung und Stabilisierung nach
einem Bänderriss

 

Calcium fluoratum
Bänderüberdehnung; feingliedrige überstreckbare Gelenke;
oft ausgekugelte Gelenke

 

Bryonia cretica
Rippen-, Brustkorbprellung; heftigste Schmerzen, jede
Bewegung wird vermieden; kann vor Schmerzen kaum
atmen und sich bewegen

 

· Insektenstiche, Zeckenbisse, Quallen

 

Ledum palustre
Biss- und Stichverletzung (Dornen, Nadeln, Insektenstich);
stark juckende Insektenstiche, die kaum anschwellen;
bewährt zur Vermeidung von Entzündungen, insbesondere
auch nach Zeckenbissen

 

Apis mellifica
allergische (Haut-) Reaktionen auf Insektenstiche; rot-heiße,
teigige Hautschwellung mit stechenden Schmerzen;
Juckreiz; bewährt bei stark anschwellenden Insektenstichen,
große Ruhelosigkeit mit starkem Bewegungsdrang

 

Urtica urens
Folge von Kontakt mit Meerestieren (Quallen), Pfanzen;
kleine entzündete Hautstellen wie nach dem Berühren von
Brennnesseln; weint wegen brennender Schmerzen der Haut

 

Hepar sulfuris
akut entzündete Hautwunde mit Eiterbildung (gelbes
Pünktchen); schmerzhaft bei Berührung; Absonderung riecht
säuerlich, nach Käse

 

Silicea
Eiterung auch durch Fremdkörper in der Haut; anfangs
eitrige, später langsam abheilende Entzündung mit rötlicher
Schwellung; treibt den Fremdkörper aus der eitrigen
Hautstelle heraus, wie z.B. Dorn; allgemein schlechte
„Heilhaut“

 

· Sonnenallergie, -brand, -stich, Verbrennung

 

Natrium chloratum
durch Hitze und intensive Sonnenbestrahlung; Bläschen mit
scharf brennendem Sekret; roter Hof; entzündlich
angeschwollen; bewährt bei Hitzebläschen und
Sonnenallergie; aalgemin trockene Körperhaut,
aufgesprungene und raue Lippen; Neigung zu Herpes
labiales

 

Belladonna
akute Überhitzung, Sonnenbestrahlung, Verbrennung,
Sonnenstich; hochrot entzündete Haut mit Brennschmerz;
klopfende Schmerzen; oft mit plötzlich auftretendem Fieber;
hochrotes, heißes Gesicht; Kind fantasiert und will im
abgedunkelten Raum sein

 

Glonoinum
zu lange, intensive Sonnenbestrahlung; hochrotes, später
blasses Gesicht; klagt über pochende Schmerzen; spricht
verwirrt und ist sehr müde; auch zur Nachbehandlung, wenn
als Folge immer wieder Kopfschmerzen auftreten

 

Cantharis
Verbrennung, Verbrühung; Bildung von kleinen und größeren
Brandblasen, die ineinander übergehen; stark brennende
Schmerzen; wie Feuer; bewährt zur Vermeidung von
Verbrennungsschäden der Haut

 

Causticum
Verbrühung, Verbrennung, Wundheilungsstörung bei
Verbrennungs-narben, Schrumpfung der Haut,
Narbenverhärtung, lähmungsartige Schwäche im Bereich
der Narbe; bewährt wenn ein trockener schuppender
Hautausschlag an der Narbe entsteht


Quellen:
Quickfnder - Homöopathie für Kinder von Dr. med. M.
Wiesenauer und meine eigene Erfahrung als
Heilpraktikerin

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